Solargenossenschaft Essen eG


Warum eigentlich Strom mit Sonnenenergie erzeugen?

Franz Alt»Die Sonne schickt täglich 15.000 mal mehr Energie als zur Zeit alle sechs Milliarden Menschen verbrauchen. Dieses Angebot empfinden wir als Geschenk des Himmels. Wir benutzen die Energie vom Chef selbst sehr gerne. Sie ist umweltfreundlich, klimaverträglich, kostenlos und reicht noch 4,5 Milliarden Jahre. Wir versichern: Die Sonne hat uns noch nie eine Rechnung geschickt.«
Zitat von Franz Alt, www.sonnenseite.com




Wie funktioniert Solarstromerzeugung?

Solarstromerzeugung

Wenn Sonnenlicht auf ein Photovoltaik-Solarmodul trifft, dann wird das Sonnenlicht in elektrischen Gleichstrom umgewandelt. Um diesen von der Sonne »geernteten« Strom effektiv nutzen zu können, wird er über einen sogenannten Wechselrichter in 230V Wechselstrom umgewandelt und dann in das Stromnetz eingespeist.
Animation zur Solarstromerzeugung (Quelle: Solar is Future)

Wie rechnet sich Solarstromerzeugung?

Der Strom, der mit einer Solarstrom-Anlage erzeugt wird, wird als Wechselstrom in das öffentliche Netz eingespeist. Für den eingespeisten Strom erhält die Solargenossenschaft als Besitzerin der Solarstrom-Anlage vom Netzbetreiber eine Vergütung, so dass über die Jahre die Investition für die Solarstrom-Anlagen »zurückgezahlt« werden und die Solargenossenschaft einen kleinen Gewinn machen kann. Den selbst verbrauchten Strom erhalten die Mitglieder der Solargenossenschaft weiterhin von ihrem Netzbetreiber, in Zukunft aber auch aus den eigenen Solarstrom-Anlagen.

Warum ist Solarstromerzeugung ökologisch sinnvoll?

CO2-Vermeidung

Bei der konventionellen Energieerzeugung in Kohle-, Öl- oder Gaskraftwerken wird Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, das einen wesentlichen Anteil am sogenannten Treibhauseffekt hat. Eine Solarstrom-Anlage (Photovoltaik-Anlage) setzt während ihrer langjährigen Betriebszeit keinerlei Klimagase frei. Mit einer Laufzeit von 25 Jahren gerechnet werden beispielsweise mit einer 30 Kilowattpeak-Solarstrom-Anlage ca. 380 Tonnen an Kohlendioxid eingespart.

Energiebilanz

Eine Solarstrom-Anlage hat eine Laufzeit von ca. 25 bis 30 Jahren. In dieser Zeit produziert sie Energie in Form von elektrischem Strom. Die Energiemenge, die zur Herstellung der Anlage benötigt wurde, ist dabei wesentlich geringer als die erzeugte Strommenge. Bereits nach 3 bis 4 Jahren hat sich die Anlage energetisch amortisiert; in früheren Jahren war diese Zeitspanne deutlich länger. Aufgrund moderner und umweltschonender Produktionsverfahren wird sich dieser Wert auch in Zukunft weiter verringern. Für die Produktion von einzelnen Bestandteilen von SolarstromAnlagen gibt es bereits Nullemissionsfabriken, die die gesamte zur Produktion benötigte Energie aus erneuerbaren Ressourcen selbst erzeugen. Auch die benötigten Rohstoffe für die von uns verbauten kristalinen Photovoltaik-Module sind ökologisch unbedenklich.

Warum ist Solarstromerzeugung auch in Deutschland sinnvoll?

Jedes Jahr 1.000 Kilowattstunden pro Quadratmeter von der Sonne: Lassen Sie sich nicht von subjektiven Eindrücken täuschen – trotz verregneter Sommer und dunkler Wintermonate ist die Sonne in Deutschland eine verlässliche und überaus ergiebige Energiequelle. Die eingestrahlte Energie beträgt in unseren Breiten je nach Standort jährlich 850 bis 1.200 Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m2). So gesehen verfügen wir über beachtliche Energiemengen: Diese durchschnittlich 1.000 kWh/m2 entsprechen der Energie von 100 l Heizöl – in Form von kostenloser Sonnenenergie. Ein enormes Potenzial für die Nutzung der Solar-Technik.
Das leistet Photovoltaik in Deutschland – tagesaktuelle Animation. Quelle: SMA

Module – je kühler desto besser: Oft wird übersehen, dass Solarstrom-Anlagen bei rund 25°C optimal laufen. Der Anteil direkter Sonnenstrahlen z.B. am Äquator ist zwar höher als in unseren Breiten. Allerdings mindern die hohen Außentemperaturen den Ertrag der Anlage: Je heißer die Solar-Module werden, desto weniger Strom erzeugen sie. Bei den gängigen Siliziumzellen beträgt der Leistungsabfall rund 0,4 % pro °C. Die kühleren Temperaturen in Deutschland kompensieren also die schwächere Einstrahlung merkbar.
Quelle: Solar is Future

Worum geht es bei der Energiewende?

Wenn wir morgens die Kaffeemaschine einschalten, unseren Elektroherd nutzen, am Computer arbeiten oder abends das Licht anmachen, denken wir normalerweise nicht darüber nach, wo und wie der Strom dafür erzeugt wird. Und fast alle Autos fahren mit Benzin oder Diesel – so ist das heute. Noch. Der Nachbar mit der Solaranlage auf dem Dach zur Strom- oder zur Wärmegewinnung bildet noch eher die Ausnahme. Genauso undenkbar ist es für die meisten, dass jene Windräder, die auf dem Land stehen, genug Strom für eine ganze Großstadt produzieren sollen.

Die Energie, die wir für unseren Strombedarf, für Wärmebedarf und für Mobilität verbrauchen, verdanken wir überwiegend Kohle- und Atomkraftwerken oder Ölquellen. Noch. Jedoch: Atomkraft ist extrem gefährlich, es gibt keine Lösungen, wohin mit dem strahlenden Atommüll, und Kohle- und Ölvorräte sind begrenzt. Und wenn wir Kohle und Öl verbrennen, um Strom zu erzeugen oder Autos zu bewegen, wird so viel Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, dass dadurch das Klima erwärmt wird. Diese menschenverursachte Klimaveränderung hat mittlerweile solche Ausmaße angenommen, dass unserer aller Lebensgrundlagen bedroht sind, weltweit.

Im Gegensatz zu den klimaschädigenden und begrenzten fossilen und atomaren Energien, können wir jedoch unbegrenzte und weitgehend unschädliche, jedenfalls beherrschbare Energie aus der Natur gewinnen: aus Erdwärme oder Biomasse etwa, aus Wasserkraft, vor allem aber aus Windkraft und aus der Sonneneinstrahlung. Das sind die so genannten erneuerbaren Energien.

Heute befinden wir uns mitten in einer neuen »Industriellen Revolution«, einer weitreichenden Veränderung, die wie die landwirtschaftliche, die erste industrielle und die digitale/informationelle Revolution die Chance hat, die Gesellschaft und ihre Art der Energiegewinnung grundlegend zu verändern. Und zwar weltweit.

In Deutschland hat man für die »Vierte industrielle Revolution« das Wort der »Energiewende« geprägt. Und wir sind mit der Solargenossenschaft Essen eG aktiver Teil dieser Umwälzung.

Infomaterial der Solargenossenschaft Essen eG zum Herunterladen:

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